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Lokalmatador Peter Herzog krönt sich zum Marathon-Sieger

Bei seinem ersten Marathon auf heimischem Boden feierte Peter Herzog den ersten Marathonsieg seiner Karriere – diese fabelhafte Kombination mit allen Emotionen rundherum krönte einen perfekten Marathon- und Lauftag in Salzburg. Den Lauffestspielen der Mozartstadt rund um die 21. Auflage des Salzburg Marathon gelang ein in dieser Dimension noch nie da gewesenes und stimmungsvolles Miteinander am gesamten Wochenende.

Neun Jahre nach Karl Aumayr begrüßte das zahlreich erschienene Publikum entlang der Hofstallgasse und am Max-Reinhardt-Platz erstmals wieder einen Lokalmatador als Sieger des Salzburg Marathon. Peter Herzog (Union Salzburg LA) löste sich bei Kilometer 40 von seinem Begleiter Peter Wahome Murithi und genoss sichtlich die Jubelbekundungen, die speziell ihm galten. „Es ist genau, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Es ist etwas Besonderes, zum ersten Mal einen Marathon zu gewinnen. Und noch dazu in Salzburg bei dieser genialen Stimmung. Ich verneige mich vor dem Publikum, ich habe Gänsehaut“, schwebte der Leoganger im Glück. 

Die Siegerzeit von 2:21:46 Stunden spiegelt freilich nicht die Maximalleistungsfähigkeit des ÖLV-Rekordhalters (2:10:06 Stunden, London Marathon 2020) wider und offiziellen Botschafters des Salzburg Marathon, ist aber im Kontext des vor drei Wochen gelungenen Marathon-Comebacks beim Vienna City Marathon in 2:15:29 Stunden zu sehen. Dort packte den 36-Jährigen eine Marathon-Euphorie, die ihn zum Marathon-Start in Salzburg animiert hat. „Es war eine Entscheidung der Lust, ein unglaublich tolles Erlebnis. Aber jetzt ist Regeneration angesagt, schließlich habe ich den EM-Halbmarathon im Fokus.“ 

Herzogs Sportarzt mit am Stockerl 

Bis Kilometer 40 arbeiteten Peter Herzog und Peter Wahome Murithi vom kenianisch-österreichischen Laufteam Run2gether wunderbar zusammen, dann schwenkte das Pendel Richtung des Lokalmatadors aus. „Mir ist das Adrenalin eingeschossen und ich habe angegriffen. Das Marathongefühl hat wieder voll zugeschlagen“, schilderte der Sieger. Der 39-jährige Kenianer freute sich, „dass ich noch ein gutes Resultat in diesem Frühjahr ins Ziel bekommen habe.“ 

Murithi rettete seine Frühlingssaison mit dem zweiten Platz in einer Zeit von 2:22:32 Stunden. Er lief beim Vienna City Marathon Richtung einer Zeit unter 2:10 Stunden an, musste das Rennen aber mit gesundheitlichen Problemen bei Kilometer 30 verlassen. Erst kurzfristig fühlte er sich wieder frisch für einen neuerlichen Marathonstart. Das Stockerl komplettierte der Salzburger Sportmediziner Mahdi Sareban, der in einer Zeit von 2:36:19 Stunden finishte. Damit stand Peter Herzog bei seinem ersten Marathonsieg gemeinsam mit jenem Sportmediziner auf dem Stockerl, dem er seit Jahren vertraut. „Es ist meine Heimstrecke, ein großartiges Erlebnis. Danke an alle, die an der Strecke waren und uns so lautstark angefeuert haben“, freute sich Sareban, Sieger des letztjährigen Salzburger Sparkasse Halbmarathon. Sareban gewann erst vor zwei Wochen den ÖLV-Staatsmeistertitel im 100km-Lauf. „Den Nachmittag genieße ich jetzt mit meiner Familie beim Muttertagsessen!“, versprach er. 

Ungarischer Sieg im Frauenrennen 

Im Marathon der Frauen gelang Eva Kovacs der bereits dritte ungarische Sieg beim Salzburg Marathon in den letzten acht Jahren. Die 38-Jährige aus Budapest freute sich über eine neue persönliche Bestleistung von 3:06:06 Stunden. „Die Strecke, die Stadt und die Berge rundherum – es war traumhaft, hier den Marathon zu laufen. Es ist mir alles gelungen, was ich mir erwünscht habe“, strahlte die Siegerin. Lange Zeit lag die Tirolerin Sabrina Exenberger (LG Decker Itter) in Führung, sie wurde in 3:11:15 Stunden Zweite. „Ab Kilometer 33 musste ich etwas zurückstecken, aber ich bin voll zufrieden“, freute sie sich im Ziel gemeinsam mit ihrer Schwester Christina, die nach ihrem Halbmarathon-Finish auf sie wartete, sehr über einen sportlich gelungenen Muttertag. Die dreijährige Tochter verbrachte diesen zu Hause mit ihrem Vater. 

Geteilte Freude ist doppelte Freude 

Den engsten Zieleinlauf gab es im Duell um Platz drei. Eva Kiggen aus Deutschland und Irena Ambrozova aus Tschechien überquerten die Ziellinie beide nach 3:12:36 Stunden. Da das Fotofinish so eng ausfiel, entschied Veranstalter Johannes Langer, zwei Drittplatzierte zu werten. Kiggen konnte ihr Glück kaum fassen, dass sie bei ihrem ersten Marathon direkt auf das Stockerl lief. Auch die aus Prag stammende Ambrozova absolvierte heute ihren ersten Marathon. 

Gelungene Lauffestspiele 

Der Laufsonntag in Salzburg war der Höhepunkt der mehrtägigen Lauffestspiele der Mozartstadt, die mit dem GipfelTreffen am Donnerstag, dem äußerst stimmungsvollen Salzburger Frauenlauf am Freitagabend und dem hoch emotionalen Sport- und Familientag am Samstag mit den Bewerben des Junior Marathon und dem OneMileForASmile – Inclusion Run by Coca-Cola bereits ein abwechslungsreiches Programm präsentierten. Die Marathon-, Halbmarathon- und StaffelMarathon-Teilnehmer*innen genossen den neuen, herrlichen Start auf der Staatsbrücke. Die Mozartstadt zeigte sich dabei von ihrer Schokoladenseite. Bei strahlendem Sonnenschein hielten sich die Temperaturen mit rund 14°C am Start in der Anfangsphase des Rennens noch zurück. Erst gegen Mittag kletterten sie über die 20°C-Marke. 

Traumhafter Start 

Nach intensiven, aber wunderbaren Tagen mit unzähligen emotionalen Erlebnissen und Ereignissen gemeinsam mit Sportler*innen mit 85 unterschiedlichen Nationalitäten zog Veranstalter Johannes Langer, der zum 20. Mal dem Salzburg Marathon in hauptverantwortlicher Rolle vorstand, eine erfreuliche Bilanz: „Auch nach so vielen Jahren begleiten mich viele Träume. Dabei geht es vor allem um die Qualität der Lauffestspiele der Mozartstadt. Einer erfüllte sich heute schon beim Start. Der Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe Salzburger Altstadt von der Staatsbrücke aus war der Boost für die Läufer*innen, den ich mir erhofft hatte. Manchmal werden Träume Wirklichkeit und heute ist das der Fall. Ich danke allen Aktiven für dieses wunderbare Miteinander!“ 

Chilenischer Halbmarathonsieger 

Eine Premiere brachte der Salzburger Sparkasse Halbmarathon mit dem ersten südamerikanischen Sieg bei einem Laufbewerb im Rahmen der Lauffestspiele der Mozartstadt. Daniel Estrada aus Chile war in einer Zeit von 1:10:55 Stunden klar der Schnellste. „Es waren so viele Menschen draußen, die Strecke ist großartig. Ich bin vor einer Woche den Kopenhagen Marathon gelaufen und wollte den Aufenthalt in Europa für einen weiteren tollen Lauf nutzen“, so der glückliche Sieger. Philipp Obermüller (Sportunion Bad Leonfelden) kam in 1:13:04 Stunden auf Rang zwei vor dem Großarler Florian Ganitzer in 1:13:37 Stunden. 

Elena Eichenberger aus der Schweiz war in 1:20:04 Stunden die schnellste Läuferin auf der 21,1-km-Distanz. Die 20-Jährige freute sich über eine neue persönliche Bestzeit: „Am Anfang ist es super gelaufen, in der Mitte war es hart, aber insgesamt hatte ich ein sehr gutes Rennen. Die Strecke ist megaschön und flach, die Landschaft super.“ Die junge Läuferin hatte sich in den letzten Jahren vor allem auf den Hindernislauf konzentriert, jetzt orientiert sie sich in Richtung 10km-Straßenlauf und Halbmarathon. Der Schweizer Nationaltrainer Michi Rüegg hatte ihr den Start in Salzburg empfohlen. 

Eva Wutti (Club RunAustria) zeigte in 1:22:05 Stunden auf dem zweiten Platz ein erfreuliches Comeback auf der Wettkampfbühne. Österreichs ehemalige Marathon-Rekordhalterin hatte aufgrund „minimalistischer Vorbereitung“ mit 30- 35 Laufkilometern pro Woche keine spitzensportlichen Erwartungen, umso mehr freute sie sich über das Ergebnis. „Ich bin mit sehr gutem Gefühl und in einem guten Rhythmus gelaufen. Das gibt mir Motivation und macht Lust auf weitere Rennen. Die Frage ist, wieviel Zeit ich neben Beruf und Familie investieren kann. Heute ist es zwischendurch auch hart geworden für mich, aber ich habe die Erfahrung, um das Tempo meinem Körpergefühl anzupassen.“ 

Frauenlauf-Siegerin Leineweber nur knapp hinter Schwedin Johnson 

Im Hervis-10K City Run wurde Carolina Johnson ihrer Favoritenrolle gerecht. Da die Schwedin, die von Tempomacher Andreas Stöckl (SC Leogang) begleitet wurde, in einer Zeit von 35:00 Minuten aber nicht an ihr Leistungsmaximum herankam, lagen die Top-Drei im Ziel eng beieinander. Johnson siegte 16 Sekunden vor Frauenlauf-Siegerin Annika Leineweber, die damit auch als Siegerin der Kombiwertung dieser beiden Bewerbe ausgezeichnet wurde. Als Dritte lief das steirische Lauftalent Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld) in einer Zeit von 35:27 Minuten ins Ziel. „Es war überhaupt nicht mein Tag. Ich bin enttäuscht über meine Leistung. Gleichzeitig bin ich aber begeistert vom Wochenende hier in Salzburg. Danke für dieses großartige Event und die Unterstützung!“, sagte die 28-jährige skandinavische Siegerin. Leineweber, die schon am Freitag als Siegerin des Salzburger Frauenlauf eine starke Leistung ablieferte, überraschte sich neuerlich mit einer deutlichen persönlichen Bestleistung. Die 20-jährige Lassacher, die im April von einer Erkrankung ausgebremst wurde, zeigte sich zufrieden: „Auf dieses Ergebnis kann ich aufbauen!“ 

Im vergangenen Oktober hat Lassacher bei den 10km-Staatsmeisterschaften in Salzburg die Bronzemedaille gewonnen und damals einen ÖLV-U23-Rekord aufgestellt. Die Salzburger Lokalmatadorin und Botschafterin des Salzburger Frauenlauf, Cornelia Stöckl-Moser (SC Leogang), beendete das Rennen in einer Zeit von 41:19 Minuten auf dem fünften Platz. Die 30-Jährige ist im sechsten Monat schwanger, ihr älterer Sohn verfolgte das Rennen gemeinsam mit seinen Großeltern im Zielraum. 

Pongauer Sieg über zehn Kilometer 

Dominik Hirczy (WSV Bad Hofgastein) verbesserte als Sieger beim Hervis-10K City Run in 31:37 Minuten seine persönliche Bestleistung haarscharf um zwei Sekunden. „Ich wollte eine 30-er Zeit laufen, aber das war heute nicht drin. Die Strecke und die Bedingungen waren gut“, kommentierte der Pongauer, der erst vor einem Monat seine alte Bestzeit erzielt und sich beim Halbmarathon des Vienna City Marathon auf 1:06:45 Stunden gesteigert hat. Paul Reichl (Union Salzburg Leichtathletik) in 32:29 Minuten und Thomas Jöbstl in 33:24 Minuten jubelten als Zweiter und Dritter am Stockerl.