Premiere des TrackRun Festival am ULSZ Rif

Sieger Paul Reichl und Tabea Kandlbauer als Gesamtzweite hinter der deutschen Siegerin Chantal Buschung haben am Dienstagabend am ULSZ Rif die Salzburger Landesmeistertitel im 5.000m-Lauf gewonnen. Die Meisterschaften waren eingebettet in die Premiere des TrackRun Festival, ein Leichtathletik-Meeting, das vom Veranstalter des PUMA Salzburg Marathon gemeinsam mit dem Salzburger Leichtathletik-Verband (SLV) initiiert wurde.



Paul Reichl (Union Salzburg Leichtathletik) dominierte den Wettkampf erwartungsgemäß von der Spitze weg und siegte als Solist in einer Zeit von 15:26,30 Minuten. „Alleine von vorne laufend war es ein schwieriges Rennen. Dafür ist die Zeit in Ordnung, aber ich habe noch mehr drauf und das hoffe ich, am Sonntag zeigen zu können.“ Dann will er beim Sparkasse Halbmarathon um den Sieg mitlaufen und einen wichtigen Schritt zu seinem großen Saisonziel machen, die Staatsmeisterschaften im Halbmarathon 2026.

© Lauffestspiele der Mozartstadt / Johannes Langer

Hinter dem Sieger entwickelte sich ein spannender Dreikampf um die weiteren Plätze, der auch im Kontext der Qualifikationszeit für die Staatsmeisterschaften im 5.000m-Lauf Mitte Juni bei der TrackNight in Wien stand (15:45,00). U20-Landesmeister Simon Ruckenbauer (Union Salzburg Leichtathletik) und Jakob Wakonig (LAG Genböck Ried) blieben dank guter Schlussphasen in 15:42,13 und 15:43,76 Minuten darunter, Lukas Helmberger (LAC Nationalpark Molln) als Vierter in 15:46,59 Minuten knapp darüber. Einig war sich das Trio nach dem Wettkampf, dass die harmonische Zusammenarbeit ein wichtiger Baustein für die guten Leistungen war.

Alleingang für Kandlbauer

Bei den Frauen sicherte sich Tabea Kandlbauer (ASV Salzburg ZV LA) den Landesmeistertitel in einer Zeit von 20:04,84 Minuten vor Vereinskollegin Therese Wagenleitner (20:53,43) und U20-Siegerin Stella Droese (Leichtathletik Team Salzburg, 21:31,78) Die 27-jährige Kandlbauer ist nach einer längeren Pause aufgrund von Verletzungssorgen wieder in Schwung und freute sich über den Titelgewinn, auch wenn sie gerne unter 20 Minuten geblieben wäre. „Das war heute leider nicht drin. Die Beine sind über das ganze Rennen über kühl geblieben und es hat sich nicht so geschmeidig angefühlt wie erhofft“, sagte sie.

© Lauffestspiele der Mozartstadt / Johannes Langer
© Lauffestspiele der Mozartstadt / Alexander Schwarz

Siegerin des 5.000m Performance Laufs war Chantal Buschung (LC Villach) in einer Zeit von 18:20,39 Minuten. „Es war ein sehr solides Rennen. Mir ist das gelungen, was ich mir vorgenommen habe: ein gutes Warmlaufen für die anstehende Bahnsaison“, sagte die 33-Jährige. Die Deutsche ist am Wochenende bei den Lauffestspielen der Mozartstadt als Moderatorin im Einsatz, letzte Woche moderierte sie noch beim Halbmarathon in Mainz.

Premiere im Programm der Lauffestspiele

Mit der Premiere des TrackRun Festival haben die Lauffestspiele der Mozartstadt als bedeutendste Marathon- und Straßenlaufveranstaltung im Westen Österreichs die Brücke zu den Laufdistanzen im Stadion geschlagen. „Gemeinsam mit dem SLV ist es uns gelungen, einen kleinen, aber wichtigen Impuls für Bahnrennen zu setzen. Es ist schön, wie vor allem junge Athlet:innen diese Bühne genutzt haben, sich zu präsentieren und um Wettkampf­erfahrung zu sammeln“, betonte Johannes Langer, Veranstalter der Lauffestspiele der ­Mozartstadt und Trainerroutinier in der Profi- und Hobbyszene. Er ist davon überzeugt, dass das Format TrackRun Festival Potenzial hat: „Genau solche Formate bereichern die Lauffestspiele, weil sie Breite, Nachwuchs und Leistungssport miteinander verbinden.“

© Lauffestspiele der Mozartstadt / Alexander Schwarz

Dem pflichtet SLV-Präsident Ferdinand Gugenberger bei: „Je näher die Lauffestspiele der Mozartstadt und der SLV rücken, desto stärker profitiert der Laufsport in Salzburg – auch hinsichtlich einer gemeinsamen Talenteförderung. Die sportinteressierte Jugend steht ja am Samstag beim spark7 JuniorMarathon am Start.“ Er findet das TrackRun Festival eine sinnvolle Ergänzung im Programm der Aktivwoche. „Die Hobbyläufer:innen haben es heute genossen, einmal ein Rennen mit offizieller Zeitnehmung auf der Bahn laufen zu können.“