Champions wollen erneut Heimsiege feiern

Die beiden Vorjahressieger Eva Wutti und Lukas Hollaus starten im PUMA Salzburg Marathon als Favoriten. Peter Herzog freut sich auf Laufhighlights im Halbmarathon. Das Team-Format RunTheBattle feiert seine Premiere und sammelt Spenden für die Charity-Initiative #OneMileForASmile. Ein ereignisreicher Marathon-Tag in Salzburg steht bevor.

Am Sonntag, 17. Mai, ist Salzburg in Bewegung – bei den Hauptbewerben der Lauffestspiele der Mozartstadt mit dem 23. PUMA Salzburg Marathon als sportlichem Höhepunkt. Im Rahmen eines Pressegesprächs im JUFA Hotel Salzburg City blickten die aussichtsreichsten österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf das Rennen voraus.

Drei Champions stehen im Fokus: Die Siegerinnen und Sieger aus den Vorjahren wollen auch diesmal für Furore sorgen. Eva Wutti (Club Run Austria) und Lukas Hollaus (Union Salzburg Leichtathletik), die Marathongewinner von 2025, starten erneut auf der 42,195 km Distanz. Peter Herzog (Union Salzburg Leichtathletik), der 2024 als Marathon-Champion vor dem Festspielhaus eingelaufen ist und seine Karriere als Leistungssportler in der Zwischenzeit beendet hat, wird im Sparkasse Halbmarathon antreten. Mit seinem Vereinskollegen Paul Reichl hat er einen starken Konkurrenten im Rennen.

RunTheBattle

Ein neues Format sorgt für Spannung und innovative Inszenierung: RunTheBattle – zwei Teams aus Hobby- und Spitzenläufer:innen, angeführt von den Captains Eva Wutti und Peter Herzog – treten in den Bewerben PUMA Salzburg Marathon, Sparkasse Halbmarathon und Hervis 10K City Run in einer kombinierten Wertung für den guten Zweck gegeneinander an. Der erzielte Spendenbetrag kommt der Initiative #OneMileForASmile mit 18 beteiligten Charity-Organisationen zugute.

Mehr junge Menschen, große Laufbegeisterung besonders bei Frauen und ein „Run“ auf die langen Distanzen: Diese Elemente verbinden sich am Sonntag zu einem motivierenden Laufereignis.

Salzburg wird zur eindrucksvollen Laufbühne für Teilnehmer:innen aus 100 Nationen und allen Kontinenten. Insgesamt gibt es über 14.000 Anmeldungen in allen Bewerben der Lauffestspiele, rund 2.500 davon für den Marathon, was ein Plus von 40 Prozent bedeutet, und 4.200 im Halbmarathon.

© PUMA Salzburg Marathon / Salzburg Cityguide

Eva Wutti: Vorjahressiegerin auf EM-Kurs

Eva Wutti will vier Wochen nach dem zehnten Platz beim Vienna City Marathon ihren ­Triumph von Salzburg 2025 wiederholen. Dabei kann sie sich im Ranking für die Europameisterschaften im August in Birmingham verbessern und ihren Startplatz absichern. „Nach dem Marathon in Wien habe ich mich schnell wieder gut gefühlt. Die Entscheidung ist daher leichtgefallen, hier wieder her zu kommen. Meine Zielsetzung ist eine Zeit unter 2:37 Stunden zu laufen. Die Trainingsergebnisse waren sehr gut. Ich hoffe, dass ich es so umsetzen kann. Das Wetter ist jedenfalls auf meiner Seite, weil ich mit kühleren Bedingungen gut zurechtkomme“, so die ehemalige ÖLV-Rekordhalterin im Marathon, die von Salzburg-Marathon-Veranstalter Johannes Langer trainiert wird.

Im Vorjahr erzielte sie in Salzburg 2:37:44 Stunden sowie in Wien 2:37:43 Stunden. Mit diesen beiden Leistungen ist sie derzeit in der EM-Qualifikation, der „Road to Birmingham“, auf Rang 52 vertreten. Die Top-60 sind bei den Titelkämpfen im August gesetzt. Jede Verbesserung gegenüber den Zeiten vom Vorjahr hilft Eva Wutti in der Absicherung ihres EM-Tickets. Eva Wutti lebt in Wolfsberg, wo sie als Juristin in der Stadtverwaltung arbeitet, und startet für den Salzburger Verein Club Run Austria. Eine Verbesserung würde zudem einen neuen Salzburger Landesrekord bedeuten.

Lukas Hollaus: Lokalmatador in emotionalem Rennen

Der Vorjahressieger hat auch bei den Männern wieder Großes vor. Lukas Hollaus jubelte 2025 als Gewinner bei herausfordernden Bedingungen über die starke persönliche Bestzeit von 2:17:20 Stunden. Der Tagesablauf des Olympia-Teilnehmers im Triathlon von Tokio 2021 ist als Lehrer, Familienvater und MBA-Student gut ausgefüllt. „Solange ich mich auf gutem Level bewegen kann, laufe ich weiter. Ich profitiere sicher von meiner langen Zeit als Profisportler. Ich brauche das Laufen als Ventil. Die letzten zwölf Wochen vor dem Marathon hatte ich eine gute Vorbereitung, fokussierter und konzentrierter als letztes Jahr. Ich muss es jetzt auf die Strecke bringen“, so der 39-Jährige.

Obwohl er in der letzten Woche Probleme mit dem Piriformis hatte, einem Muskel im Gesäßbereich, startet er ambitioniert: „Ich möchte schneller angehen als letztes Jahr und ausreizen, was möglich ist.“ Ein bewegender Tag wird es nicht nur aufgrund der Anfeuerungen von den Freunden und Bekannten in seiner Heimatstadt. „Ich laufe morgen als Abschied für meine Oma. Am Freitag war das Begräbnis. Es wird emotional werden“, sagte er.

Peter Herzog: Mit dem Spaß des Hobbyläufers

Marathon-Olympiateilnehmer Peter Herzog wird im Sparkasse Halbmarathon antreten. Der 38-Jährige Pinzgauer, der seine Karriere beendet hat, fühlt sich dabei an seine Anfänge im Laufsport zurückerinnert. „Ich laufe jetzt, weil es mir Spaß macht und um dem inneren Trieb gerecht zu werden. Wenn ich nicht laufe, werde ich unrund. Mit dieser Herangehensweise bin ich in eine Profikarriere hineingekommen, die nie geplant war und für die ich sehr dankbar bin. Ich freue mich auf das Rennen und das Ambiente in Salzburg“, sagt er.

Als Halbmarathonsieger könnte indes ein jüngerer Salzburger Läufer jubeln. Der 22-jährige Paul Reichl hat sich die Zeit von 65 Minuten als hohes Ziel gesetzt. Erst am Dienstag gewann er über 5.000m auf der Bahn im Rahmen des TrackRun Festivals den Salzburger Landesmeistertitel. „Meine Beine fühlen sich gut an, ich freue mich auf das Rennen“, blickt er optimistisch voraus.

Zum Kreis der aussichtsreichsten Läuferinnen im Sparkasse Halbmarathon zählt Theresa Birglechner (TGW Zehnkampf Union). Die 21-jährige Oberösterreicherin hat vor vier Wochen bei ihrem Marathondebüt in Wien mit 2:49:23 Stunden aufgezeigt und möchte unter der Marke von 1:20 Stunden bleiben.

Eine Absage im Marathon gab es leider von Larissa Matz (ULC Riverside Mödling). Die zweifache Halbmarathon-Staatsmeisterin musste aufgrund eines Infekts ihr Marathondebüt verschieben.

RunTheBattle – Laufduell für den guten Zweck

Zwei Teams mit prominenten Läufer:innen sowie engagierten Hobbyläufer:innen unterschiedlichen Alters treten im Duell gegeneinander an: ein spannendes Format, das die Vielfalt des Laufsports widerspiegelt und Spenden für einen guten Zweck aufbringt.

Im Rahmen des Pressetermins fand die Auslosung für das Format RunTheBattle statt.

Eva Wutti und Peter Herzog führen als Captains die sechsköpfigen Teams an. Dabei spielen nicht die Endzeiten oder Platzierungen die entscheidende Rolle, sondern der Leistungsvergleich auf Basis des Performance Scores von World Athletics unter Einbeziehung des Age-Graded-Faktors. Die besten vier von sechs Resultaten kommen in die Wertung.

„RunThe Battle vereint den Spitzensport mit dem Freizeitsport, Taktik trifft auf Emotion. Salzburg wird einen echten Ryder-Cup-Moment erleben – mit einem wirkungsvollen Effekt für unsere Charity-Initiative #OneMileForASmile“, schwärmt Veranstalter Johannes Langer.

Die Teilnehmer:innen der beiden Teams verteilen sich auf die Bewerbe PUMA Salzburg Marathon, Salzburger Sparkasse Halbmarathon und Hervis 10K CityRun.

Team Eva Wutti
Theresa Birglechner
Stefanie Bogensperger
Roland Tremel
Josef Mühlberger
Paul Reichl
Eva Wutti

Team Peter Herzog
Katharina Brunner
Peter Herzog
Lukas Hollaus
Helmut Mank
Michael Neumüller
Janka Romanik